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Eine kleine NGO und ein großes Ministerium

geschrieben von: Lucas Schoppe

Das Forum Soziale Inklusion startet einen Spendenaufruf

Ich hatte hier schon mehrmals darüber geschrieben, dass ich Mitglied in dem Forum Soziale Inklusion bin, einer auf Familienpolitik spezialisierten NGO. Der Hintergrund ist meine manchmal durchaus bittere Erfahrung als Trennungsvater – aber auch die Einsicht, dass eine beständige Konfrontation von Vätern und Müttern, Männern und Frauen fast allen Beteiligten schadet und nur sehr wenigen nützt. Daher unterstütze ich das Programm des FSI, dem es um die Stärkung von Kooperation statt um die Pflege von Konfrontationen geht.

Leider fremdelt die etablierte, institutionalisierte Familienpolitik mit dieser Zielsetzung. Der Bundestag hat dem FSI schon am Ende des letzten Jahres 400.000 Euro für seine Arbeit bereitgestellt – aber das zuständige Familienministerium verschleppt die Auszahlung noch immer. So muss die NGO nun anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, vielleicht auch vor Gericht ziehen. Da ihr die dafür nötigen finanziellen Mittel fehlen, hat sie nun einen Spendenaufruf gestartet, der erfolgreich angelaufen ist.

  1. Bedrohung durch Kooperation?
  2. Demokratie als Übergangstechnologie?
  3. Ein Spendenaufruf
 

Bedrohung durch Kooperation?

400.000 Euro: So viel Geld hat der Deutsche Bundestag in einem Beschluss vom Ende des vergangenen Jahres der NGO „Forum Soziale Inklusion“ bereitgestellt. Das Forum Soziale Inklusion setzt sich in der Familien- und Geschlechterpolitik für eine Kooperation von Männern und Frauen, Vätern und Müttern ein, und es kritisiert politische Positionen, die darauf setzen, Interessen von Frauen und Männern gegeneinander auszuspielen.

Die politischen Forderungen des Forums basieren auf jahrzehntelangen bitteren Erfahrungen, insbesondere in Trennungsfamilien. Dort baut die Familienpolitik von Bundes- und Landesregierungen noch immer auf die längst überlebte Überzeugung, dass Kinder zu ihrer Mutter gehören und dass es die wesentliche, vielleicht einzige Funktion des Vaters wäre, Mütter und Kinder zu finanzieren. Die Konsequenz: Viele Kinder haben kaum noch Kontakt ihren Vätern, oder gar keinen mehr – Väter werden aus den Beziehungen zu ihren Kindern herausgedrückt – Mütter wiederum erleben, dass Väter sich der Sorge für ihre Kinder ungestört entziehen können.

Eine Kooperation der Geschlechter, gleiche Rechte für Väter und Mütter und, auf dieser Basis, eine stärkere Einbindung der Väter in die Kindessorge kann hingegen alle Beteiligten entlasten: Kinder, die auch nach Trennungen einen guten Kontakt zu beiden Eltern bewahren – Väter, die nicht auf die Rolle des finanziellen Versorgers reduziert werden – und Mütter, die größere Spielräume im Beruf oder in öffentlichen Funktionen bekommen.

Und natürlich hätte eine Stärkung kooperativer Strukturen für Familien nicht erst nach Trennungen positive Folgen.

Vertraute Strukturen in einer Gesellschaft, die sich verändert: Es ist längst Zeit für eine neue Familienpolitik.

Das Forum Soziale Inklusion jedoch hat Geld, dass ihm der Bundestag bereitgestellt hat, bis heute nicht erhalten. Das zuständige Familienministerium verschleppt die Auszahlung seit vielen Monaten, antwortet nicht oder verweigert die Weitergabe von Informationen.

Dass das Familienministerium damit einen demokratischen Beschluss im Modus der administrativen Verschleppung unterläuft, ist zynisch. Denn durch ihre Verweigerungshaltung lassen die Verantwortlichen dem FSI nur noch juristische Möglichkeiten offen und können kalkulieren, dass der kleinen NGO die finanziellen Mittel dafür fehlen. Daher hat das FSI nun auf seiner Webseite einen Spendenaufruf veröffentlicht, den ich am Ende dieses Textes dokumentiere.

Die Verweigerungshaltung des Ministeriums basiert auf derselben Nullsummenlogik, die vom FSI politisch abgelehnt wird. Anders als in einer kooperativen Logik gewinnt eine Seite in einem Nullsummenspiel immer nur dann, wenn die andere verliert.

Wer aber von einer Politik der Konfrontation profitiert und dafür regelmäßig mit öffentlichen Mitteln ausgestattet wird, kann es durchaus als Bedrohung verstehen, wenn nun zur Abwechslung auch einmal ein Verein öffentlich gefördert wird, der sich für Kooperation und Kommunikation einsetzt. Der Verband der Alleinerziehenden beispielsweise gibt auf öffentlichen Veranstaltungen schon einmal Tipps, wie Väter aus der Beziehung zu ihren Kindern hinausgedrängt werden können – und eine langjährige Vorsitzende hat das ganz offen in dem Ratschlag für Mütter zugespitzt, sie sollten den Kindern doch einfach erzählen, dass der Vater tot ist. Dieser Verband erhält mit seinen Bundes- und Länderstrukturen pro Jahr viele Hunderttausende aus öffentlichen Mitteln.

Bundesfamilienministerium, Eingang für Väter – und für Mütter, die mit Vätern kooperieren wollen

Zu einem echten Problem demokratischer Strukturen wird die Verweigerung durch das Familienministerium aber auch durch Akteure, die politische Prozesse eigentlich kritisch analysieren sollten: durch Journalisten.

 

Demokratie als Übergangstechnologie?

Gleich mehrfach erschienen in überregionalen Publikationen Texte, die das Forum als „antifeministisch“ oder seine Mitglieder als „Frauenfeinde“ hinstellten: von Ann-Katrin Müller im Spiegel – Patricia Hecht, die sich in der taz auf die Darstellung der Grünen-Politikerin Ulle Schauws stützt – von Sebastian Leber im Tagesspiegel – und mit ganz denselben Behauptungen von Thomas Gesterkamp am selben Tag für das Neue Deutschland und für die grüne Heinrich Böll Stiftung, die ihrerseits jährlich mit vielen Millionen Euro aus Steuermitteln finanziert wird.

Das Problem ist hier überhaupt nicht, dass das Forum Soziale Inklusion kritisch untersucht wird, das wäre selbstverständlich – sondern dass es eben gar nicht untersucht wird. Die Texte belegen nichts, geben Hörensagen wieder, und wenn doch einmal jemand vom FSI zitiert wird, dann wird ihm beleglos unterstellt, freundliche, zivile Positionen wären nichts als eine täuschende Oberfläche. Thomas Gesterkamp stellt sich das FSI als „Maskulinisten-Mimikry“ vor, und als „trojanische Männer“ bezeichnet Leber seine Mitglieder: Eigene Projektionen, in militaristischer oder biologistischer Bildlichkeit als tiefere Wahrheit über den Gegner präsentiert.

Dieser Journalismus beglaubigt sich nicht durch einen Respekt vor journalistischen Qualitätskriterien, sondern durch seine Nähe zur politischen Macht. Er orchestriert das Agieren eines Bundesministeriums, anstatt es zu analysieren.

Darin drückt sich leider auch ein Grundproblem politischer Akteure auf, die sich als irgendwie „links“ verstehen. In ihrem Selbstverständnis treten sie für Unterdrückte und Marginalisierte ein, während sie zugleich schon seit Jahrzehnten im Zentrum politischer Machtstrukturen angekommen sind, hochgradig professionalisiert in der Verteidigung ihrer institutionellen Positionen.

Wenn sich dann zivilgesellschaftliche Akteure zusammenfinden und die gewohnten institutionellen Strukturen herausfordern, werden sie mit der Fantasie abgewehrt, sie wären notwendig irgendwie reaktionär, rechts, Feinde der Marginalisierten – und es ginge ihnen um nichts anderes geht als um den Schutz eigener Herrschaftspositionen.

So albern und durchschaubar diese projektive Besetzung politischer Gegner auch ist: Sie ist eben deshalb wirkungsvoll, weil dieser Projektionen aus einer Position der Stärke heraus in die öffentlichen Diskurse eingespeist werden können. Die Verweigerung der Gelder für das kleine FSI ist denn auch eben dies: Die Weigerung, anderen zumindest eine kleine Fighting Chance zu geben – nämlich die Möglichkeit, sich selbst wirkungsvoll öffentlich äußern zu können.

Dabei ist von niemandem zu erwarten, das Forum Soziale Inklusion in allen seinen Zielen zu unterstützen. Aber die Gelder sind der kleinen NGO in einem regelgerechten Verfahren des höchsten demokratischen Gremiums der Republik bereitgestellt worden. Die ministerielle Missachtung des FSI ist damit auch eine Missachtung des Bundestags.

Die Legitimation durch Verfahren wirkt abstrakt, vielleicht gar bürokratisch, sie ist in einer Demokratie aber unverzichtbar wichtig. So wird sichergestellt, dass Entscheidungen nicht durch bloße Willkür getroffen werden, sondern in Prozessen, die nicht an bestimmte Personen gebunden und die allen nachvollziehbar sind. Mehr noch: Alle können sich auf diese Prozesse einstellen und damit rechnen, dass sie auch von anderen respektiert werde. Bei aller politischen Gegnerschaft sind damit alle gleichsam an ein gemeinsames Spiel gebunden – an eine gemeinsame Demokratie.

Das Familienministerium und seine journalistischen Claquere aber agieren so, als wäre die Demokratie lediglich eine Übergangstechnologie, die ihren Zweck erfüllt hätte, wenn DIE GUTEN den Diskurs gewonnen haben. Weil sie das FSI ablehnen, halten sie es für legitim, sich über Entscheidungen des Bundestags hinwegzusetzen – und sie versichern sich öffentlich gegenseitig, damit einem guten Zweck zu dienen.

Demokratie als Übergangstechnologie? Familien- und Justizmininisterin Christine Lambrecht (SPD) Quelle

Das aber ist eben gerade nicht demokratisch. In einer Demokratie kommt es nicht darauf an, das Gute allezeit gegen das Böse in Stellung zu bringen – sondern darauf, zu akzeptieren, dass das, was uns als gut erscheint, aus einer anderen Perspektive als belanglos oder gar als schädlich dastehen kann. Und umgekehrt.

Das Gute der Demokratie ist kein Monopol einzelner Akteure oder Gruppen. Das Gute der Demokratie ist die Möglichkeit, die ganz unterschiedlichen Perspektiven zu koordinieren – sie im vernünftigen Diskurs und nicht über Gewalt und Machtausübung kollidieren zu lassen – und so in einem Rahmen gemeinsamer Überzeugungen und Regeln wachsen zu können.

Ich hoffe, dass eine Spende für das Forum Soziale Inklusion in dieser Hinsicht auch eine Spende für demokratische Prozesse ist. Es geht damit nicht allein darum, eine kleine NGO zu unterstützen – sondern auch darum, der Willkür eines Bundesministeriums etwas entgegenzusetzen. Deutlich zu machen, dass Demokratie wesentlich eine Verständigung unterschiedlicher Positionen ist, und dass diese Verständigung nicht durch die Erstarrung institutionalisierter Machtausübung verhindert werden darf.

Die Spendenkampagne hat zwei gestaffelte Ziele. Zunächst ist es wichtig, die Spendensumme von 3000 Euro zu erreichen, weil diese Summe notwendig ist, um überhaupt die nun anfallenden Anwaltskosten zu bezahlen. Ein weiteres Ziel ist die Summe von 10.000 Euro, weil mit dieser Summe auch ein Gerichtsverfahren möglich wird. Schon am ersten Wochenende hat die Kampagne das erste Ziel erreicht, mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Summe von 10.000 Euro zusammengekommen. Das ist wirklich ein Erfolg.

Ich dokumentiere unten den Spendenaufruf, der sich auf dieser Seite findet.

 

Ein Spendenaufruf

Die Frauen und Männer im Vorstand von FSI haben nach langem Abwägen entschieden, rechtliche Schritte gegen die Verweigerung der Auszahlung der vom Bundestag für 2021 bewilligten 400.000 € Zuwendung an FSI einzuleiten.
Die Bewilligung von finanzieller Förderung an FSI durch den Bundestag in der Haushaltsdebatte vom 10.12.2020 ist ein großer politischer Erfolg, den es so noch nicht gegeben hat. Sie ist Bestätigung für alle Mitglieder der Zivilgesellschaft, die sich für eine gerechte(re) Geschlechter- und Familienpolitik einsetzen. Es ist bedauerlich, dass die Exekutive dieses Engagement nicht honoriert, sondern blockiert.

Aufgrund der nicht enden wollenden Obstruktionspolitik seitens des für das Budget zuständigen Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) erscheint für FSI nun eine Klage vor den Verwaltungsgerichten als unausweichlich. Die anfänglichen Anwaltskosten werden sich auf ca. 3.000 Euro belaufen, für das eigentliche Verfahren ist mit ca. 10.000 € Kosten zu rechnen. Bedauerlicherweise stehen FSI aktuell diese Summen nicht zur Verfügung.

Skurril erscheint die Tatsache, dass FSI ein Verein ist, der sich für die Kooperation der Geschlechter einsetzt und nicht auf Konfrontation setzt wie viele andere vom Bundesministerium mit hohen Summen geförderte Verbände. FSI sieht seine politische Arbeit als Engagement für die Belange und Bedürfnisse von modern und zeitgemäß denkenden Frauen und Männern, (getrennt erziehenden) Müttern und Vätern. Insbesondere engagiert sich FSI für die Gleichbehandlung der Eltern in Trennungsfamilien in beiden Haushalten – unabhängig vom Geschlecht.

Das SPD-geführte Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ignoriert jedoch diese Anliegen und versucht, sie unsichtbar zu machen. In diesen Politikansatz fügt sich die Verweigerung der Auszahlung der Zuwendungen an FSI durch das BMFSFJ.

Nach jeweils zweimaliger Absage der Gewährung von institutioneller Förderung sowie von Projektförderung an FSI stellte der Verein ein formelles Auskunftsersuchen nach dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes (IFG). Darin bat er um die Nennung der Betitelungen sämtlicher laufender Projektförderungen an (andere) Verbände. Da FSI die Gründe für die erhaltenen Absagen nicht ersichtlich sind, würde diese Auskunft eine dringend notwendige Transparenz über die Kriterien des Ministeriums bei der Bewilligung von Geldern herstellen.

Das BMFSFJ verweigerte jedoch (mit Schreiben vom 22.06.2021) die Offenlegung der Betitelungen. Das gibt Anlass zu weiterer kritischer Bewertung.

Es erscheint skandalös, wie ein Bundesministerium über das Mittel der administrativen Verschleppung willkürlich einen Bundestagsbeschluss unterläuft und aufgrund der mangelnden ministeriellen Kommunikationsbereitschaft nur der Rechtsweg bleibt. Um diesen Weg einschlagen zu können, bittet FSI nun die Mitglieder der Zivilgesellschaft um solidarische finanzielle Unterstützung:

FSI bittet um Spenden, bis der Betrag von 10.000 € erreicht ist.

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7 Comments

  • Sehr geehrter Herr Schoppe,

    ich befürchte, dass das FSI nicht wirklich verstanden hat, dass die Gegenseite, wenn sie keine Argumente hat, ganz einfach nicht kommuniziert bzw. nicht kommunizieren muss.

    Und wenn die Gegenseite bis jetzt einen Weg gefunden hat einen Parlamentsbeschluss über die Zahlung von Geld an das FSI einfach zu ignorieren, besteht halt auch die Möglichkeit, dass das FSI da nicht wirklich etwas durchsetzen kann.

    Fakt ist wohl, dass das FSI bis jetzt einfach die vom Bundestag beschlossenen 400.000 € einfach vom „Ministerium für alles, außer Männer und Väter“ nicht bekommen hat.

    Rechtswidriges Verhalten (z. B. Rechtsbeugung bei Familiengerichten) funktioniert ja sehr häufig in diesem Bereich mit deutlicher Unterstützung der zuständigen staatlichen Organe, Gerichte usw..

    Man hat schon Glück, wenn eine höhere Instanz die Rechtsbeugung, das rechtswidrige Verhalten, nicht zu 100 % mitmacht, sondern nur zum Teil, und entsprechende Gerichtsbeschlüsse niedrigerer Instanzen mindestens zum Teil aufhebt oder ändert.

    Sehr oft ist es so, dass rechtswidriges Verhalten bzw. Rechtsbeugung zu 100 % von staatlichen Organen, Gerichten, wie auch immer, geduldet bzw. praktiziert wird (z. B. im Familienrecht, Scheidungen, Umgangsrecht usw.) und nur noch die Frage im Raum steht, in wie weit man (als Mann bzw. Vater) sich damit sein eigenes Leben weiter versauen möchte oder eben nicht.

    Denn die Lebenzeit geht ja ganz einfach weiter, wenn man weiterleben will.

    Und natürlich ist das Geld ganz einfach weg bzw. beim gegnerischen Rechtsanwalt bzw. der gegnerischen Rechtsanwältin gelandet (und als Gerichtskosten beim Gericht), wenn man das Verfahren verloren hat bzw. wenn man ein Verfahren in allen Instanzen verloren hat.

    Bei mir war es so, dass ich sehr viele Verfahren (Familiengerichtsverfahren) ziemlich bald (ich bin kein Rechtsanwalt) mindestens mit einem Vergleich abschließen konnte (wenn ich sie nicht gewonnen hatte), bei der die Gegenseite selbst ihren Rechtsanwalt und natürlich die halben Gerichtskosten zahlen musste. Natürlich habe ich auch mal ein Verfahren in allen Instanzen verloren (ich war allerdings nie weiter als bis zum Berufungsgericht [z. B. dem zuständigen Kammergericht in Berlin oder dem zuständigen Oberlandesgericht in einem neuen Bundesland]) gegangen), z. B. beim Sorge- oder Umgangsrecht.

    Gewonnen habe ich regelmäßig in Unterhaltsverfahren, wenn meine Söhne volljährig wurden und ich bezüglich der Aberkennung des Unterhaltstitels für das vorher minderjährige Kind geklagt hatte. Hier wäre die Rechtsbeugung zu deutlich gewesen und wenn der betreffende Sohn als volljähriges Kind keine allgemeinbildende Schule besuchte und/oder in keiner Berufsausbildung war, lehnt das entsprechende Familiengericht schon in der 1. Instanz den Barunterhaltstitel, der mal für ein minderjähriges Kind von einem Familiengericht beschlossen worden war, ganz einfach ab bzw. hob diesen Titel ersatzlos auf (immer mittels Vergleich!, denn für die Kindesmutter durften ja möglichst kein Kosten entstehen. Aber die Hälfte der Gerichtskosten und ihren eigenen Anwalt musste sie bei einem Vergleich natürlich immer selbst bezahlen. Da ich mindestens aber in der 1. Instanz keinen Anwalt in Anspruch genommen hattenen hatte, musste ich meinen eigenen Anwalt auch nicht bezahlen!!! Es vielen für mich nur die halben Gerichtskosten an und der Barunterhaltstitel war anschließend weg. Der jeweils volljährige Sohn musste sich selbst kümmern).

    Und natürlich waren die volljährigen Söhne nach der Aberkennung des Barunterhalttitels noch im Haushalt meiner ExEheFrau, wo sie ohne deren Geld hätten verhungern müssen, weil sie nicht einfach ausziehen konnten (Hartz-IV-Regelung).

    Dazu kam, dass meine Söhne bei der Trennung schon ziemlich nahe am 18. Lebensjahr waren und nur kurze Zeit als minderjährige Kinder von mir Unterhalt bekommen hatten. Meine ExFrau (wir waren ja DDR-Bürger und da mussten Frauen, auch Ehefrauen, arbeiten gehen) hat nie von mir für sich selbst Unterhalt bekommen (die Scheidung war aber im wiedervereinigten Deutschland einige Jahre nach der Wiedervereinigung!!! Die Trennung hatte auch erst nach 1990 begonnen).

    Das Problem (es ist nicht einfach „mein“ Problem) ist, dass diese jungen Männer, die sich bei Trennungen einseitig zu ihrer Mutter bekannt hatten, heute möglichweise vor den gleichen Problemen bei einer Trennung stehen und wenn sie dann betroffen sind, möglicherweise nur späte Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt. Denn was sie vorher ziemlich klar als richtig angesehen hatten, weil sie einfach die Propaganda ihrer Mutter nacherzählt hatten, wird jetzt für sie im Fall des Falles ein klar wirksam werdender persönlicher Nachteil.

    Die meisten Männer- oder Väterrechtsorganisationen waren und sind ganz einfach unfähig persönliche Hilfe zu leisten.

    Mir geht es persönlich gut und finanziell habe ich erst recht keine Sorgen. Aber ich war schon nach der Wende (ich lebte damals in Ostberlin) fast 6 Jahre arbeitslos. Meiner Frau (ebenfalls Diplom-Ing., nur in einem anderen ostberliner Großbetrieb beschäftigt gewesen [auch anderes Fachgebiet als ich] bis zur Wende), die nach der Wende ebenfalls arbeitslos war, meinte, als herausgekommen war, dass sie Trennungsabsichten hat, ich wäre mit dem alten und dem neuen System nicht zurecht gekommen. Ich hatte mich in der DDR dagegen gewehrt, dass ich als junger Diplomingenieur in einem ostberliner Großbetrieb netto sogar 20 Mark der DDR weniger verdient hatte als eine, bezogen auf mein Alter, 4 jahre jüngere Fracharbeiterin mit der Lohngruppe 7. Die Lohngruppe 8 war die höchste Lohngruppe in der DDR. Natürlich hatte ich über den Sachverhalt mal mit meiner Frau zu DDR-Zeiten gesprochen.

    Eine Organisation, wie das FSI, sollte nicht wie, z. B., die NachDenkSeiten, KenFM und/oder Rubikon (rubikon punkt news) um Geld betteln. Warum nicht? Wenn das FSI das Verfahren wirklich gewinnt (nicht nur einen Vergleich erzielt) muss die Gegenseite alle Anwalts- und Gerichtskosten bezahlen. Sollte aber das FSI das Verfahren in allen Instanzen verlieren, muss es natürlich, wie jeder Mann und Vater in einem Familiengerichtsverfahren auch (keine Rechtsschutzversicherung versichert das!!!) nicht nur den eigenen Rechtsanwalt sondern auch den gegnerischen Rechtsanwalt bzw. die gegnerische Rechtsanwältin und die vollen Gerichtskosten selbst bezahlen. Daher muss man sich vorher überlegen, wann ein Verahren wirklich sinnvoll ist und wann nicht. Rechtsbeugung heißt, man kann recht haben, aber das Gericht entscheidet trotzdem für die Gegenseite!!!

    Es hat noch nie genügt recht zu haben. Man(n) muss auch Recht bekommen. Da die Bundesrepublik Deutschland aber nur ein Scheinrechtsstaat ist, kann man natürlich wegen der üblichen Rechtsbeugung auch ein Verfahren (sogar über alle Instanzen) verlieren, obwohl man im Recht ist.

    Nachher steht man noch schlechter da als vor dem Verfahren und hätte eben auch viel Geld sparen können. Es ist also schon die Intelligenz des FSI gefragt, was sie machen und was sie besser unterlassen sollten, weil, wie geschreiben, recht haben, lange nicht ausreichend sein muss.

    Ich wusste immer, dass ich bei den Gerichtsverfahren auch verlieren kann.

    Die Trennung/Scheidung war nicht von mir ausgegangen. Wäre ich vorher schlauer gewesen hätte ich mich in aller Ruhe während meiner Arbeitslosenzeit zu meinem persönlichen Vorteil mich von meiner Ehefrau trennen können.

    Ich war aber so dumm und hatte ständig nach Arbeit gesucht und so lange ich keine hatte war ich in dieser Zeit immer in einer ABM oder Fortbildung gewesen!

    Ich hatte die Frechheit meiner ehemaligen Ehefrau nicht für möglich gehalten, die als arbeitslose Ehefrau meinte meine Arbeitslosigkeit bewerten zu können und in der Hoffnung lebte als alleinerziehende Ehefrau, z. B. vom Arbeitsamt in Ostberlin, ziemlich schnell eine Stelle zugewiesen zu bekommen.

    Ich war dann aber in einem anderen neuen Bundesland doch schneller und hatte eine gut bezahlte Stelle im öffentlichen Dienst erhalten (ich bin immer noch im öffentlichen Dienst beschäftigt).

    Und dann brach ihr Geschäftsmodell jedesmal mit der Volljährigkeit einer meiner beiden Söhne zusammen.

    Denn sie hatten einfach keine Ausbildungsstelle gefunden oder waren im volljährigen Alter von der Schule geflogen, was zu einer gerichtlich bestätigten Aufhebung des Barunterhaltstitels durch meine Initiative (Klage vor einem Familiengericht ein halbes Jahr vor Vollendung der Volljährigkeit) führte. Da beide Söhne aber trotzdem weiterhin, wenn sie nicht arbeiten gingen, kein Einkommen hatten, musste sie nun selbst für deren Unterhalt alleine aufkommen.

    Wenn das FSI wirklich davon überzeugt ist, dass die Verweigerung der 400.000 € durch das zuständige Ministerium rechtswidrig ist, dann sollte es auch kein Problem werden ein entsprechendes Gerichtsverfahren zu gewinnen.

    Und in einem solchen Fall muss die Gegenseite, wenn sie das Verfahren verliert, alle Anwalts- und Gerichtskosten selbst und alleine tragen. Notfalls nimmt man das Geld einfach vorher als Kredit auf, was ich sogar selbst zum Teil gemacht hatte, z. B. bei meiner Mutter im Alter von 38 Jahren!!!!, obwohl ich einen Facharbeiterabschluss mit Abitur und einen Abschluss als Diplomingenieuer der TU-Dresden hatte!!!!

    Ganz sicher werde ich aufgrund meiner früheren hohen finanziellen Belastungen (Kindesunterhalt – z. B. ab 01.01.2001 durch die 135-%-Regelung; siehe dazu in der Wikipedia das „Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung“ [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_%C3%84chtung_von_Gewalt_in_der_Erziehung] {die 135-%-Regelung steht nicht im Wikipediaartikel sondern im Text des Gesetzes!!!!}) und der nie bekommenen Hilfe durch irgend einen Männer- oder Väterrechtsverein keinen Cent spenden.

    Wie schon mal geschrieben:

    Herr Gerd Riedmeier ist ein sehr netter Mann und nur unwesentlich älter als ich. Ich befürchte aber, dass das FSI ähnlich erfolglos bleiben wird, wie die Männerpartei, die wohl nie auf mehr als 50 Mitglieder gekommen war und die natürlich, wie viele andere Väterverbände auch, unfähig war, persönlich Hilfe zu leisten. Das braucht kein Mann und Vater.

    Und, wie geschreiben, kommt dazu:

    Junge Männer/Väter von heute, könnten sehr wohl bei einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen sein, die nicht mal wirklich nachvollziehbare Gründe für die Trennung von ihrem Ehemann hatte, die Trennung aber trotzdem vollzogen hatte und dabei von staatlichen Repressionsorganen unerstützt worden war.

    Die Söhne einer solchen Frau, Männer von heute, so sie denn überhaupt Väter und nicht nur Trennungsmänner geworden sind, die jetzt ganz anders reden als damals, wo sie praktisch die Propaganda ihrer Mutter nacherzählt hatten, und heute möglicherweisse selbst von persönliche Nachteile durch eine Trennung betroffen sind, weil sie eben Mann bzw. Vater und nicht Frau bzw. Mutter sind, nimmt möglicherweise nur späte Gereichtigkeit ihren Lauf.

    In einem solchen Fall muss dann auch nichts mehr geregelt oder geholfen werden, weil nur das läuft, was man als junger Mann und Sohn einer alleinerziehenden Mutter früher für völlig richtig erachtet hatte und eben notfalls auch die Kommunikation mit dem eigenen Vater einfach verweigert hatte, wenn man dessen Argumenten nicht widerlegen konnte.

    Viele linke Feministinnen habe nicht mal wirklich mitbekommen, dass der aktuelle männerverachtende Feminismus möglicherweise gar nicht links sondern neoliberal kapitalistisch ist. Dumm gelaufen, wenn auch die Frauen der AfD Feminismus betreiben und, z. B., in den neuen Bundesländern, viel stärker gewählt werden als die Linkspartei.

    Wenn schon Frauen die besseren Menschen sein können, dann besteht ja auch die Möglichkeiten, dass es nicht die Frauen der SPD, der Grünen oder Linkspartei sondern möglichweise sogar die Frauen der AfD die besseren Frauen sind (ich bin kein Anhänger oder Parteimitglied der AfD!!!)!!! So ist es eben, wenn z. B. linke Politikerinnen hochgradig dumm sind und z. B. nicht mal in den alten Bundesländern den Einzug in einen Landtag schaffen, wo die AfD aber längst drin ist!!!

    Möglicherweise hat sich eben auch das FSI längst überlebt bevor es richtig in Fahrt gekommen ist.

    Man(n) wird sehen, was aus dem Gerichtsverfahren wird, denn dazu müsste wenigstens erst mal eine Klage eingereicht werden.

    Übrigens die „Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen Büros und Gleichstellungsstellen“ haben in einer „Pressemitteilung“ [„https://www.frauenbeauftragte.org/sites/default/files/uploads/downloads/25_bag_pm_offener_brief_fsi.pdf“] vom 14.01.2021 und in einem „offenen Brief an die Fraktionsversitzenden im Deutschen Bundestag, Herrn Ralph Brundhaus, CDU/CSU und Herrn Dr. Rolf Mützenich, SPD“ vom 13.01.2021 [„https://www.frauenbeauftragte.org/sites/default/files/uploads/downloads/25_bag_offener_brief_fsi.pdf“], ausgeführt, dass das FSI durchaus nicht für Gleichberechtigung sein würde.

    Dazu zitiere ich einen Satz, der in beiden PDF-Dateien dieser „Bundesarbeitsgemeinschaft“ steht:

    „Das „Forum Soziale Inklusion“ setzt sich keineswegs für gleichberechtigte Teilhabe ein. Es zählt vielmehr zur sogenannten Männerrechtsbewegung, die Männer als Opfer betrachtet und gegen Feminismus mobilmacht.“

    Zitat Ende

    Es kann einfach nicht ausgeschlossen werden, dass Gerichte in Deutschland genau zur gleichen Sichtweise kommen, wie das z. B. auch regelmäßig der Fall bei der gerichtlichen Bewertung von „Kindeswohl“ und Vätern ist. „Männer und Vätern stehen dem Wohl von Kindern im Weg.“ Es reicht, wenn sie den Lebensunterhalt (Barunterhalt) der ExEheFrauen und den ihnen vom Gericht zugesprochenen Kindern bezahlen.

    Und selbst wenn die 1. Instanz anderer Meinung sein sollte, gibt es ja noch eine 2., 3. und ……….. Und wenn man dann im 10. Verfahrens-Jahr beim „Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte“ angekommen ist, ist möglicherweise Herr Riedmeier verstorben und das FSI hat sich längst aufgelöst.

    Ich befürchte, so kann man eher keinen Blumentopf gewinnen.

    Eine Organisation, die, wie Jutta Ditfurth für das Verklagen von Jürgen Elsässer, um Geld betteln muss, befindet sich möglichweise auf dem falschen Weg.

    Ich persönlich warte immer noch auf persönliche Unterstützung.

    Es bringt daher eher wenig auf die Trennungsfaq zu verweisen, denn es ist nicht wirklich mein Problem, sondern das Problem der Männer- bzw. Väterrechtsbewegung überhaupt:

    Wie geht man mit Söhnen um, die trotz Unterhalt die Kommunikation einfach ablehnen, selbst im volljährigen Alter (z. B. weil sie die Fakten nicht widerlegen können)? So lange da nichts geklärt ist, muss man auch persönlich keine Männer- bzw. Väterrechtsbewegung mehr unterstützen, denn Politik machen politische Parteien (wenn es nicht die Superreichen machen!) und die sind bei Wahlen auch auf die Stimmen von Frauen angewiesen.

    Wie geschrieben, die Dummheit von SPD, Grünen und Linkspartei liegt darin, dass es auch in der UNION, in der FDP und sogar in der AfD Frauen und Feministinnen gibt, die inzwischen längst den Feministinnen (man sehe sich die Wahlergebnisanalysen von „Infratest dimap“ und der „Forschungsgruppe Wahlen“ an! Wie haben die Frauen und wie haben die Männer gewählt?) der SPD, der Grünen und der Linkspartei das Wasser abgegraben haben.

    Aber die Frauen der UNION, der FDP und der AfD sind halt längst nicht so männerverachtend wie die der SPD, der Grünen und der Linkspartei, wenn es um biodeutsche Männner und Väter geht.

    Wenn muslimische männliche Fundamentalisten biodeutsche Frauen abstechen, dann entschuldigen SPD, Grüne und die Linkspartei das halt mit dem schweren Flüchtlingsleben. Und natürlich weisen sie ganz klar darauf hin, dass die Tat ein Mann (welcher Religion, Nation usw. auch immer) begangen hat. Töten Frauen einen Mann, wird auch irgendwie schon der Mann schuldig gewesen sein.

    Wer anderer Meinung als Mann ist, darf gerne weiter SPD, Grüne und die Linkspartei wählen. Die Frauen (insbesondere biodeutsche Frauen) wählen inzwischen dagegen meistens längst in ihrer Mehrheit UNION, FDP und AfD. Einfach bei ARD und ZDF die Wahlauswertungen anschauen.

    Trotzdem wünsche ich dem FSI viel Glück bei seiner Klage.

    Leider gibt es noch sehr viele andere Bedürftige, die gerne eine Spende von mir haben möchten. Ich zahle natürlich außerdem als CDU-Mitglied Parteibetrag. Wer nirgends Mitglied ist (auch ohne Glied) sollte natürlich endlich mal die Möglichkeit wahrnehmen und nicht nur für sich selbst leben.

    Lange Zeit nach der Wende habe ich auch Kirchensteuer bezahlt. Ausgetreten bin ich erst als sich ein Staatsanwalt um die Vorhautbeschneidung eines muslimischen Jungen gekümmert hatte. Der Staatsanwalt sah, als es bei dieser Vorhautbeschneidung Komplikationen gab, das Kindeswohl des Jungen als möglicherweise gefährdet an und wurde tätig.

    Da hatte er aber wirklich in ein „Wespennest“ gestochen. Von Antisemitismus bis zur Gefährdung der Religionsfreiheit tröteten die Mainstreammedien und die Amtskirchen. Da bin ich ganz einfach aus meiner Kirche ausgetreten (bitte ordentlich über Gericht oder Standesamt!). Ich erklärte meinem Pfarrer: „Erst kommt das Kindeswohl und dann die Religionsfreiheit.“

    So viel für heute.

    Herzlichen Gruß
    Heinrich Sommerfeld

    • Sehr geehrter Herr Sommerfeld,

      Ihr Umgang mit diesem Blog kann so nicht weitergehen.

      Auf den Artikel im Umfang von fünf Seiten haben Sie in zwei Kommentaren – einer davon prominent an erster Stelle – sagenhafte 16 Seiten verwendet, um in erster Linie aus Ihrer privaten Lebensgeschichte zu erzählen. Und zwar um zweiten Mal.

      Auch hier: https://man-tau.com/2021/06/01/trojanische-maenner-fsi/ ging es zwei endlosen Kommentaren ganz am Anfang um Ihre Geschichte mit Ihrer Ex sowie Ihren zwei Söhnen.

      Das von Ihnen hier geschriebene: „Ich persönlich warte immer noch auf persönliche Unterstützung. Es bringt daher eher wenig auf die Trennungsfaq zu verweisen,“ kann ich nicht so richtig glauben.

      Würden Sie persönliche Hilfe suchen, würden Sie Fragen stellen.
      Das tun Sie in Ihren Kommentaren aber nicht nicht.
      Auf Trennungsfaq gibt es genügend kompetente Männer, die Ihnen weiterhelfen könnten, wenn Sie Fragen haben.
      Deshalb hat man Sie auch dahin verwiesen.
      Es gibt dort auch zahlreiche kompetente Männer, die Sie auf örtliche oder regionale Beratungsstellen verweisen können, die Ihnen mit Tipps und Tricks zur Seite stehen.

      Wenn Sie schreiben: „denn es ist nicht wirklich mein Problem, sondern das Problem der Männer- bzw. Väterrechtsbewegung überhaupt:“ zeigt das m.E. eine fundamentale Fehleischätzung von Ihrer Seite.
      Dieses Blog ist nicht die Anlaufstelle zur Diskussion privater Probleme, sondern eines zur politischen Analyse politischer Probleme.

      Über diese Themen wollen wir hier diskutieren und im Gegensatz zur feministischen Sichtweise glauben wir hier nicht, dass das Private automatisch politisch ist.

      Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber die fortgesetzte Darstellung Ihrer Lebens- und Familiengeschichte ist für mich nicht nur uninteressant, sondern ich finde Ihr Verhalten ignorant gegenüber diesem seit Jahren existierenden Blog, seinen Lesern und Diskutanten.

      Bitte suchen Sie sich für private Themen einen anderen Blog und beschränken Ihre Kommentare solche, die tatsächlich mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

      Schönen Gruß!

  • Als meine beiden, bei der Mutter lebenden Söhne die Volljährigkeit erreichten, kündigte ich an, dass ich den Unterhalt künftig an die Söhne überweisen würde, die dann selbst mit der Mutter aushandeln könnten, was an Lebenunterhalt an die Mutter ginge.
    Sie wurden mit einem Kündigungsschreiben, das unter Zeugen übergeben wurde, zum nächsten 1. rausgeschmissen.

  • @Welhelm Stock

    Zur Volljährigkeit meiner Söhne.

    Sie waren im Abstand von rund 3,5 Jahren wenige Jahre vor 1989 in der DDR geboren worden. Bei beiden Söhnen war ich noch unter 30 Jahren alt. Beim 1. Sohn war ich noch nicht ganz mit meinem Studium an der TU Dresden (Dipl.-Ing. im Bereich des Elektroingenieurwesens) fertig (gilt auch für meine damalige Frau, die Mutter meiner Söhne, die noch damals im Bereich Maschinenbau an der TU Dresden studierte. Ich war gut 3 Jahre älter als sie, weil ich vorher als Mann natürlich Wehrdienst geleistet hatte [3 Jahre]. Wir hatte beide vor dem Studium nicht nur das Abitur sondern auch eine Berufsausbildung gemacht. Ich war allerdings kein Dresdner. Ich bin in einem anderen DDR-Bezirk aufgewachsen.).

    Mein 2. Sohn wurde dann in Ostberlin geboren. Auch da waren es noch gut 2 Jahre bis zum Jahr 1989 und dem Mauerfall!

    Als mein 1. Sohn volljährig geworden war, lag die Trennung gut 5 Jahre zurück. Obwohl eigentlich schlecht in der Schule, wollte er plötzlich Abitur machen und wurde auch an seiner Gesamtschule in Ostberlin für das Abitur zugelassen. Die 11. Klasse hatte er noch geschafft. Im 1. Halbjahr der 12. Klasse, in dem er volljährig wurde, muss er aber so oft die Schule geschwänzt haben, dass er gefeuert wurde. Er war aber noch an der Schule volljährig geworden.

    Das Kalenderjahr 2001 war das Kalenderjahr in dem ab dem 01.01.2001 beim Kindesunterhalt die sogenannte 135-%-Regelung wirksam wurde. Da ich nicht freiwillig nach dieser Richtlinie Unterhalt zu zahlen bereit war und der alte Unterhaltstitel für meine beiden Söhne aus dem Jahr 1999 war, klagt die Mutter im Jahr 2001 natürlich wieder, um einen neuen Unterhaltstitel entsprechend dieser 135-%-Unterhaltsrichtlinie zu bekommen.

    Das Dumme für meine ExEheFrau war nun, dass im Herbst 2001mein älterer Sohn als Schüler (er war damals im 1. Halbjahr der 12. Klasse) volljährig wurde.

    Nach dem ich über das Internet herausbekommen hatte, dass meine Rechtsanwältin mich bezüglich dem Barunterhalt für volljähriger Kinder in der allgemeinen Schulausbildung, wozu auch das Abitur gehört, falsch beraten hatte, machte ich dieses Unterhaltsverfahren ohne Rechtsanwalt.

    Meine damalige Rechtsanwältin (Ostberlinerin) meinte, da würde sich an meinem Barunterhaltswert nichts ändern, wenn ein Kind, auch wenn es volljährig werden würde und somit noch in der allgemeinen Schulausbildung ist, einen Barunterhaltsanspruch haben würde.

    Bezüglich des Barunterhaltanspruches ist das aber nur bezüglich der Gleichstellung mit minderjährigen Kindern in einer allgemeinen Schulasubildung richtig.

    Aber für volljährige Kinder in der allgemeinen Schulausbildung, die zwar bei der Bedürftigkeit von Barunterhalt mit minderjährigen Kindern gleichgestellt sind, kann kein Elternteil mehr Unterhalt in Form von Erziehung und Betreuung erbringen bzw. abrechnen.

    Auch eine für ein minderjähriges Kind alleinsorgebrechtigte Mutter wird bei einem Kind, auch wenn es sich weiterhin in einer allgemeinen Schulausbildung befindet, ab der Volljährigkeit dieses Kindes barunterhaltspflichtig.

    Außerdem hat die Volljährigkeit des barunterhaltsberechtigten Kindes die Konsequenz, dass das Kindergeld, dass vorher bei einem minderjährigen Kind auf den Barunterhaltswert in der Unterhaltstabelle nur zur Hälfte angerechnet worden war (Achtung: Änderung ab 2001 für barunterhaltspflichtige Elternteile, die unter 135 % eingestuft waren! – Siehe „Gesetzt nur Ächtung von Gewalt in der Erziehung“. Dort wurde auch das Barunterhaltsrecht [135-%-Regelung!] geändert!!!) jetzt (jedenfalls wenn der Wert über 135 % liegt, was z. B. wenn die monatlichen Einkommen beider Elternteile herangezogen werden deutlich eher der Fall sein könnte als Fall der alleinigen Barunterhaltspflicht eines Elternteiles, meistens des Vaters) beim volljährigen Kind das volle Kindergeld auf den Barunterhaltsbetrag angerechnet werden muss.

    Die Mutter wurde, genauso wie ich es schon war, barunterhaltspflichtig, und ihr Einkommen, dass sie aus unselbstständiger Arbeit hatte, musste sie für die letzten 12 Monate vor ihrer Barunterhaltspflicht nachweisen.

    Sie musste trotz Abiturschulausbilung unseres älteren Sohnen anteiligen Barunterhalt zahlen.

    Und dazu kam noch, dass das komplette Kindergeld bei volljährigen Kindern Beständteil des in der Düsseldorfter Tabelle (oder wenn ganz niedrig und aus dem Osten -> die Berliner Vortabelle damals) festgestellten Barunterhaltswertes geworden war.

    Der zu bezahlende Restbetrag (also Unterhaltsbetrag minus Kindergeld) wird unter Berücksichtigung der unterhaltsrelevanten Durchschnittseinkommen und der Selbstbehaltswerte jeden Elternteiles auf die Eltern verteilt.

    Da aber die Summe beider damaligen unterhaltsrelevanten Einkommen deutlich über 135 % lag, war damit schon mal für meinen älteren Sohn die 135-%-Regelung ausgehebelt worden.

    Da die Mutter geklagt hatte, konnte die Familienrichterin diesen Fakt nicht ignorieren und die Familienrichterin konnte für mich bezüglich unsere älteren Söhnes nur noch einen Restbetrag dieses Zahlbetrages der Eltern von mir für meinen älteren Sohn verlangen. Damit war für diesen Sohn die 135-%-Regelung erst mal unwirksam geworden.

    Nur der jüngere Sohn war noch unter 18 Jahre alt und in der 3. Altersgruppe. Für ihn stieg mein damaliger Zahlbetrag von monatlich 400 vor der 135-%-Regelung auf 500 DM nach dem wirsamwerden die genannte 135-%-Regelung an.

    Der wirklich Witz an der Sache war aber:

    Bevor dieses von meiner ExEheFrau wegen der 135-%-Regelung angestrengte Barunterhaltsverfahren im Frühjahr 2002 endete, konnte ich noch nachweisen, dass mein älterer Sohn von der Schule geflogen war.

    Irgend eine Ausbildung, z. B. eine Berufsausbildung, konnte er nicht nachweisen, so dass ich für ihn erstmal mit Wirkung vom April 2002 überhaupt keinen Barunterhalt mehr zahlen musste.

    Aber er musste noch nicht ausziehen. Meine ExEheFrau hat das Ausziehen unserer Söhne bei ihr anders gemacht, in dem sie selbst vor ihren Söhnen die Flucht ergriffen hatte. Später in diesem Text mehr dazu.

    Der jüngere Sohn Sohn wurde erst im Frühjahr 2005 volljährig. Vorsorglich hatte ich für die Abänderung bzw. für die Aufhebung des Barunterhaltstitels bereits Ende September 2004 beim zuständigen Berliner Familiengericht (da lebte ich schon längere Zeit in einem anderen neuen Bundesland und nicht mehr in Berlin) eine entsprechende Klage eingericht, die im Frühjahr 2005 noch vor seiner Volljährigkeit von einer Familienrichterin dieses Berliner Familiengerichts verhandelt wurde.

    Da kein Nachweis erbracht werden konnte, dass mein jüngerer Sohn nach vollendung seines 18. Lebensjahres irgend eine Berufsausbildung beginnen würde, musste die Familienrichterin den Barunterhaltstitel ersatzlos streichen.

    Dazu kam noch, dass ich im Internet herausgefunden hatte, dass Kinder im höheren Alter, auch wenn sie noch nicht volljährig sind, aber keine Ausbildung machen oder sich in keiner allgemeinbildenden Schule befinden, mindestens einen kleinen Teil ihres Barunterhalts selbst verdienen müssen.

    Genau das hatte ich vor diesem berliner Familiengericht beantragt, weil ich nachweisen konnte, dass mein jüngerer Sohn schon längere Zeit vor der Vollendung seine 18. Lebensjahres keiner Ausbildung (auch nicht allgemeine Schulausbildung) mehr nachging.

    Die Familienrichterin legte also für jeden zutreffenden Monat vor der Vollendung seines 18. Lebensjahres fest, dass er in der Woche mindestens 10 Stunden arbeiten geben kann.

    Den Nettolohn für eine Arbeitsstunde legte die Richterin mit 5 € fest. Für jeden zutreffenden Kalendermonat rechnete die Familienrichterin mit 4 Arbeitswochen zu je 5 Tagen (also 20 Tage im Monat).

    Das bedeutete, dass die Familienrichterin für meinen jüngsten Sohn praktisch festgelegt hatte, dass er jede Woche 50 € verdienen kann, was in einem Monat 200 € ausmachte.

    Von diesen 200 € rechnete dann die Familienrichterin auf meinen Zahlbetrag 100 € an.

    Praktisch, aus sogenannten Gleichberechtigungsgründen, waren die anderen 100 € der Kindesmutter gutzuschreiben!

    Da ich zur damaligen Zeit (der 100-%-Wert ost stand in der Berliner Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle) 135 % ost monatlich bezahlen musste, was damals 277 € waren, war also dieser Betrag um 100 € gekürzt worden.

    Da es um rund 6 Monate ging, wo die Voraussetzungen zutreffend waren, hatte ich also nicht nur die Aufhebung meines Barunterhaltstitels zum Ende des Monats erreicht, in dem mein jüngerer Sohn volljährig wurde, sondern konnte davor außerdem schon 6 Monate den Barunterhaltswert um 100 € kürzen, was noch mal ingesamt 600 € für mich bedeutet hatte.

    Da ich das Verfahren ohne Rechtsanwalt geführt hatte und es einen Vergleich gegeben hatte, der die genannten Sachverhalte beinhaltete (Titelaufhebung, davor schon Kürzung meines meines Zahlbetrages für 6 Monate vor seiner Volljärhigkeit) musste meine ExEheFrau die halben Gerichtskosten und ihre Rechtsanwältin selbst bezahlen, was wohl auch nicht ganz billig war.

    Danach befand sich mein jüngerer Sohn natürlich im volljährigen Alter weiterhin ohne eine Ausbildung zu haben und ohne einen Cent Unterhalt von mir zu bekommen, weiterhin im Haushalt meiner ExEheFrau. Es wurde also weiter teuer für sie.

    Ohne selbst für ihn zu bezahlen, hätte meine ExEheFrau ihn einfach verhungern lassen müssen!

    Wegen der damals aktuellen Hartz-IV-Regelung (Kinder unter 25 Jahren konnten wohl ohne eigenes Einkommen nicht einfach einen eigenen Haushalt [Eigene Wohnung beziehen] gründen und sich diesen dann vom Amt durch Hartz-IV bezahlen lassen) war meine ExEheFrau (möglicherweise hatte sie nicht mal mehr Kindergeld für ihn bekommen) nun alleine für sein materielles Wohlergehen zuständig geworden!!!

    Für diesen jüngeren Sohn, der wohl auch wegen seiner schlechten Zeugnisse keine Anstalten machte sich für eine Berufsausbildung zu bewerben (er wollte trotzdem Informatiker werden!), weil es eh nichts gebracht hätte, besorgte meine ExEheFrau einfach eine privater Berufsausbildung als Informatiker ohne mich zu fragen.

    Sowas hat es 2006 in Berlin gegeben.

    Und natürlich forderte (mein älterer Sohn, der beim Abitur geflogen war, hatte niemals Ausbildungsunterhalt von mir gefordert) mein Jüngerer Sohn, als er diese Privatschulausbildung im Herbst 2006 anfing, nicht nur entsprechenden anteiligen Ausbildungsunterhalt für diese Ausbildung von mir, sondern auch noch die halben Privatschulkosten für jeden Ausbildungsmonat (3 Jahre = 36 Monate).

    Die monatlichen Privatschulkosten lagen bei knapp 300 €. Da bei volljährigen Kindern, die wegen Barunterhalt klagen (z. B. Ausbildungsunterhalt) plötzlich nicht mehr die Gerichte am Wohnort des Kindes sondern die Gerichte am Wohnort des verklagten Vaters zuständig waren (bzw. sind), landete seine Klage bei einem Familiengericht des für mich zuständigen Amtsgerichtes in dem Landkreis des neuen Bundeslandes wo ich nun schon einige Jahre lebte und arbeitete.

    Die „liebe“ Familienrichterin des Amtsgerichts gestand meinem Sohn neben einem entsprechenden Anteil am Barunterhalt (den sie einfach zu meinen Ungunsten falsch berechnete) auch die halben Privatschulkosten von meiner Seite zu.

    Die Kindesmutter hatte ein um wenige hundert Euro höheres monatliches unterhaltsrelevantes Nettoeinkommen als ich.

    Aber die Verteilung des Zahlbetrages der Eltern auf jeden Elternteil erfolgt durch die Familienrichterin des Amtsgerichts einfach nach dem Verhältnis der jeweiligen monatlichen unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen der Eltern.

    Leider ist bzw. war das falsch.

    Die Familienrichterin des Amtsgerichtes hatte zwar das komplette Kindergeld vom festgestellten Unterhaltsbetrag aus der Tabelle abgezogen, aber den Restbetrag einfach im Verhältnis der monatliche unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen der Elternteile verteilt, was falsch ist.

    Sie hätte von diesen monatlichen unterhaltsrelevanten Einkommenswerten jedes Elternteiles den Selbstbehaltswert abziehen müssen. Erst mit diesen monatlichen Resteinkommenswerten darf die Verteilung des Restunterhaltsbetrages (also Tabellenwert minus Kinderteld) auf jeden barunterhaltspflichtigen Elternteil erfolgen!!! Ich hatte das übrigens schon mal von der Familienrichterin in Berlin bei meinem älteren Sohn in einem Vergleich von einem Unterhaltsverfahren nachlesen können!!!

    Dadurch wirken sich relativ kleine Unterscheide von 100 bis 300 € im Bereich bei den monatlichen unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen von 2.000 bis 3.000 € relativ gering bei der Verteilung des Restbetrages aus, wenn einfach nur für die Verteilung mit den monatlichen unterhaltsrelevanten Nettoeinkommenswerten gerechnet wird!!!

    Damals war für unseren Fall gegenüber einem volljährigen Kind in einer Berufausbildung bei Eltern, die beide ein Einkommen durch Arbeit hatten, der Selbstbehaltswert bei der Verteilung des Zahlbetrages auf einer Höhe von 1.100 € zu berücksichtigen.

    Erst wenn das monatliche unterhaltsrelevante Nettoeinkommen jedes Elternteiles um diese 1.100 € verringert worden war, durfte mit diesen monatlichen Resteinkommensbeträgen die Verteilungsrechnung es Restunterhaltsbetrages (Unterhaltsrestbetrag = Unterhaltsbetrag – Kindergeld) vorgenommen werden.

    Jetzt wirkte sich dieser Sachverhalt für beide Elternteil bei der Verteilung des Zahlbetrages ziemlich erheblich aus. Der Zahlbetrag der Mutter erhöhte sich stark, wärend sich mein Zahlbetrag stark verringerte.

    Und genau aus diesem Grund hatte wohl die Familienrichterin des Amtsgerichtes auf die Berücksichtigung des Selbstbehaltswertes bei der Verteilung des Unterhaltsrestbetrages verzichtet, weil er bei der Kindesmutter zu einem deutlich höheren und beim weniger verdienenden Kindesvater zu eine deutlichen niedrigeren monatlichen Zahlbetrages geführt hätte.

    Inzwischen hatte ich im Internet herausgefunden (z. B. einen Beschluss des Oberlandesgerichtes Hamm [Gericht für mich nicht zuständig, da ich in einem neuen Bundesland lebe! – aber trotzdem relevant wenn es um Privatschulkosten für eine Berufsausbildung geht!]), dass mein Sohn schon deshalb keinen Anspruch auf Privatschulkosten für eine Berufsausbildung hatte, weil er dazu durch entsprechende bundesweite Bewerbungen hätte nachweisen müssen, dass seine Ausbildung nicht kostenfrei sondern nur kostenpflichtig zu haben wäre.

    Ich hatte dieses mal wieder im Gegensatz zum Verfahren für die Titelaufhebung eine Rechtsanwalt dabei, weil ich mir schon gedacht hatte, dass die Familienrichterin des Amtsgerichtes einfach Rechtsbeugung begehen würde.

    Da ich jetzt aber durch den im Internet gefundenen Beschluss des Oberlandesgerichtes Hamm sicher war, dass die Familienrichterin des Amtsgerichtes Rechtsbeugung begangen hatte, ließ ich meinen Rechtsanwalt beim zuständigen Oberlandesgericht (es war nicht Hamm, weil, wie geschreiben, ich in einem neuen Bundesland lebe!) Berufung einlegen.

    Nach dem ein halbes Jahr vergangen war, ließ ich diesen Rechtsanwalt einfach beim Oberlandesgericht nach dem Barbeitungszustand in der Sache nachfrage.

    Das zuständige Oberlandesgericht schickte daraufhin einen Vergleich, wo bezüglich meiner Person die Zahlung von Privatschulkosten an meinen Sohn ansgeschlossen wurden.

    Außerdem (meine Rechtsanwalt hatte es dem Oberlandesgericht vorgerechnet, wie die Selbstbehaltswerte in der Barunterhaltsverteilungsrechnung zu berücksichtigen sind) konnte ich an der Berechnung des Oberlandesgerichtes (OLG) bezüglich der Zahlbeträge beider Elternteile sehen, dass das OLG ordnungsgemäß die Selbstbehaltswerte berücksichtig hatte.

    Ich brauchte von einem Unterhaltswert von über 500 € (Kindergeld war 154 €) nur knapp über 100 € bezahlen.

    Da mir mein öffentlicher Arbeitgeber für die Zeit meiner Barunterhaltsverpflichtung wieder 30 € netto ortsbezogenen Kinderzuschlag gezahlt hatte, waren es praktisch nur noch rund 80 € oder sogar weniger.

    Man muss wissen, dass der Tabellenwert des Unterhalts mehr als 500 € war und die monatlichen Privatschulkosten bei knapp 300 € lagen. Das waren zusammen rund 800 €.

    Zieht man davon 154 € Kindergeld ab bleiben rund 640 € übrig, die beide Eltern zusammen aufbringen müssten.

    Da aber das zuständige OLG ausgeschlossen hatte, dass ich Privatschulkosten mitbezahlen müsste, war die Kindesmutter praktisch auf den Privatschulkosten von rund 300 € plus ihrem Barunterhaltsanteil von rund 240 € (Summe 540 €) sitzen geblieben. Aber diese Belastung war trotzdem nicht bezüglich ihrer finanziellen Leistungsfähig in Bezug auf ihre Barunterhaltspflicht berücksichtigt worden. Es war dort nicht etwa ihr unterhaltsrelevantes Nettoeinkommen bei der Berechnung ihres Unterhaltsanteiles um den Betrag der Privatschulkosten verringert worden.

    Wobei mir klar ist, dass die Kindesmutter das volle Kindergeld eingezogen hatte und auf keinen Fall ihren vollen Zahlbetrag von rund 240 € bezahlt an meinen jüngeren Sohn gezahlt hatte.

    Ich hatte aber meinem jüngeren Sohn mitgeteilt, dass mein Zahlbetrag von rund 100 € nicht mein Unterhaltsbetrag ist, sondern dass dazu noch ein entsprechender Anteil des Kindergeldes gehört, damit aus meinem Zahlbetrag ein Unterhaltsbetrag werden würde.

    Wenn der Zahlbtrag der Eltern also zusammen bei rund 340 € lag, waren 100 € davon rund 29 %.

    29 % von einem Kindergeld in Höhe von 154 € sind rund 45 €. D. h. mein Unterhaltsbetrag lag bei rund 145 €, von dem mein jüngerer Sohn aber ganz sicher nur meinen Zahlbetrag von 100 € bekommen hat, weil die Kindesmutter ganz sicher einfach weiterhin das volle Kindergeld einsteckte, obwohl ihr praktisch vom Kindergeld nur 109 € (154 – 45 = 109) zustanden hatten.

    Bei jedem meiner beiden Söhne hatte meine ExEheFrau sehen können, dass ihr „Geschaftsmodell“ jedesmal mit der Volljährigkeit des jeweiligen Kindes zusammenbebrochen war.

    Leider haben meine beiden Söhne nichts dazugelernt.

    Und wenn sich mein für mich zuständiges OLG wirklich voll an die Rechtslage gehalten hätte, wäre klar gewesen, dass z. B. bei meinem jüngeren Sohn, als er seine Berufsausbildung begonnen hatte, längst die Orientierungsfrist für das Finden einer Berufsausbildung abgelaufen war.

    Er hätte gar keinen Cent Ausbildungsunterhalt von mir bekommen dürfen.

    Da mir aber weitestgehend klar war, dass das OLG an dieser Rechtsbeugung (anteilige Bezahlung es Unterhaltsrestbetrages) festhalte würde und das im Fall einer Ablehung einer anteiligen Unterhaltszahlung von mir durch des OLG, bei der es nur um 100 € gegangen ware, auch der Zahlbetrag der Kindesmutter von rund 240 € weggefallen wäre, veranlaste ich einfach keine Revision vor dem Bundesgerichtshof.

    Aber, leider, wie beschrieben, hatte insbesondere auch mein jüngerer Sohn nichts dazugelernt.

    Er hatte einfach nicht verstanden, wenn das OLG wirklich rechtskonform jegliche Zahlung von meiner Seite an ihn abgelehnt hätte, auch seine Mutter davon profitiert hätte, weil sie ja „nur“ die vollen Privatschulkosten hätte zahlen müssen aber praktisch, wie ich, keinerlei Verpflichtung zur anteiligen Zahlung eines Ausbildungsunterhalts gehabt hätte.

    Das Kindergeld, das ja zum Ausbildungsunterhalt dazu gehört, wie hier mehrfach dargelegt, hätte die Kindergeldkasse wegen der Berufsausbildung trotzdem gezahlt.

    D. h. mein Sohn wäre ganz klar der Dumme gewesen. Aber, wie geschrieben, er hat es nicht begriffen.

    Und hätte er gegen seine Mutter aufgemuckt, hätte er ganz sicher zu hören bekommen, dass er spätestens, wenn seine Mutter wo anders hinzieht, er ganz einfach nicht mitgenommen werden muss bzw. damnächst ausziehen bzw. gerne zu seinem Vater gehen kann.

    Denn volljährige Kinder müssen sich zwar nicht mehr erziehen lassen, aber ein kurzer Anruf der Mutter bei der Polizei genügt, wenn die Mutter erklärt, sie fühlt sich von ihrem volljährigen Sohn bedroht (es gibt jedenfalls Möglichkeiten).

    Mein ExEheFrau hatte allerding den „Wink mit dem Zaunspfahl“ des OLG verstanden und wusste, sollte unsere Söhne z. B. mal arbeitslos werden und noch mit ihr in einer Wohnung wohnen, und sie selbst aber immer noch arbeit haben, müsste nicht ich sondern sie für unsere Söhne (Stichwort: Bedarfsgemeinschaft) finanziell aufkommen.

    Sie suchte sich, nach dem mein jüngster Sohn die Berufsausbildung fertig hatte und durch Vermittlung seines Bruder in der selben Firma, wo er arbeitete, hatte anfangen können, eine neue Wohnung. Unsere Sohne konnte schon deshalb nicht mit umziehen, weil sie dann nicht mehr ihre Arbeitsstellen erreicht hätten!

    Und da die Mieten inzwischen auch in Ostberlin ziemlich gestiegen waren, zog sie, wenn nicht zurück in ihre Heimatstadt, doch aus Berlin weg, in eine andere Stadt.

    Die Großbank, bei der sie arbeitete, hat sie dabei wohl unterstützt, so das sie in der anderen Stadt, in dem anderen Ort, bei ihrer Bank weiter arbeiten konnte.

    Meine Söhne hätten einfach in der großen Wohnung weiter wohnen können. Allerdings dürfte meine ExEheFrau ihnen sehr wohl verklickert haben, dass sie dann beide trotzdem zusammen eine Bedarfsgemeinschaft bilden würden und im Fall der Arbeitslosigkeit (im Fall von ALG 2 – Hartz-IV) einer von beiden zahlen dürfte, der noch eine Arbeit hat.

    Meine Söhne suchten sich also ganz in der nähe von Berlin in der Nähe ihres Arbeitgebers jeder für sich selbst eine neue Wohnung.

    Und damit war auch für meinen älteren Sohn, der ja schon länger eine Arbeit hatte, aber weiterhin in der Wohnung seiner Mutter gelebt hatte und dort wohl auch noch gerne weiter gewohnt hätte, klar, dass es jetzt für ihn durch seine eigene Wohnung deutlich teuerer werden würde. Außerdem musste er sich nun um alles selbst kümmern. Für meinen jüngeren Sohn traf der Sachverhalt, bezogen auf sein Lebensalter noch deutlich früher zu.

    Fakt bleibt, dass mit der Volljährigkeit jedes meiner beiden Söhne meine ExEheFrau für diese praktisch nicht nur kein Geld mehr von mir bekommen hatte (oder im Fall meines jüngeren Sohnes bei seiner Berufsausbildung nur einen sehr, sehr kleinen Anteil am Barunterhalt), sondern im Fall meines jüngeren Sohnes richtig (durch die Privatschulkosten von monatlich knapp 300 €, die ja nicht einfach weggelassen werden konnten!) zur Kasse gebeten worden war.

    Auch war klar geworden, dass sie als Mutter ihren Teil vom Barunterhalt für seine Berufsausbildung weitestgehend nicht bezahlt hat. Aber für jeden meiner beiden Söhne war natürlich aus dem Vergleich des OLG ersichtlich, wie hoch die Barunterhaltspflicht ihrer Mutter war!!!

    Denn mein Zahlbetrag von von knapp über 100 Euro (teilweise bis 130 €; es war nicht über die 3 Jahre jeden Monat völlig gleich, weil für die ersten Ausbildungsmonate z. B. das OLG nur mit der 3. und nicht mit den Beträgen der 4. Altergruppe in der Düsseldorfer Tabelle gerechnet hatten) plus dem Kindergeld von 154 (die letzten Monate sogar 164 €) schon mal mindstens 254 € des Barunterhalts abgedeckt worden waren.

    Wie viel von Unterhaltsanteil (rund 240 €) die Kindesmutter wegen Miete, Strom, Heizung, Wasser, Telefon usw. doch bezahlen musste, weiß ich natürlich nicht wirklich genau.

    Da es aber eine große Wohnung in Ostberlin war, die wenigstens um die 850 € warm gekostet haben dürfte, oder sogar 900 €, war natürlich die finanzielle Belastung alleine durch die Privatschulkosten, die die Kindesmutter alleine aufbringen musste, falls ihre Eltern z. B. nicht noch was dazugelegt hatten, weil ich eben keine Anteil an den Privatschulkosten mit bezahlen musste, ganz sicher nicht unerheblich.

    Dazu kommt noch, dass meine Ex natürlich nie Trennungsunterhalt oder nachehelichen Unterhalt für sich selbst von mir bekommen hatte.

    Sie musste ihren Lebensunterhalt (sie hatte keinen neuen Mann gesucht oder gefunden, der möglichweise auch mit meinen Söhnen in Konflikt gekommen wäre!) schön selbst erarbeiten, oder einfach Teile meines Zahlbetrages zum Unterhalt (z. B. seit die 135-%-Reglelung in kraft war) für sich verwenden oder Hartz-IV-Empfängerin werden.

    Trotzdem habe ich mindestens für meinen jüngeren Sohn knapp 10 Jahre Barunterhalt zahlen müssen (betrachtet ohne die Zeit der Berufsausbildung – die kam dann noch mal oben drauf!), und davon musste ich 4 Jahre nach der 135-%-Regelung bezahlen (z. B. ab 2001 für ein Kind [Osttarif!] in der 3. Altersgruppe nicht mehr 400 sondern 500 DM!).

    Von der 135-%-Regelung waren nur diejenigen für minderjährige Kinder barunterhaltspflichtigen Elternteile nicht betroffen, die vorher schon bei 135 % und mehr in der Unterhaltstabelle gelegen hatte. Wer z. B. bei 140 % lag, wurde natürlich nicht auf 135 % heruntergestuft!!! Für sie änderte sich am 01.01.2001, als diese 135-%-Regelung in kraft trat, nichts.

    Und, ganz wichtig:

    Als mein jüngster Sohn dann wirklich nach seiner Berufsausbildung (vorher hatte er in der Firma, in der schon mein älterer Sohn unterkommen war, mindestens ein halbes Jahr ohne Einkommen Praktikum machen dürfen!) in seiner Firma Geld verdient hatte, löste meine ExEheFrau das „Hotel“ Mama auch wirklich auf.

    Wie geschrieben, hatte sie verstanden, dass sie praktisch schon bei der Berufsausbildung meines jüngeren Sohnes (am Beginn seiner Berufsausbildung war er schon mehrere Monate 19 Jahre alt gewesen!) mit seiner Privatschulausbildung fast schon die alleinige Zahlungsverpflichtete geworden war. Selbst wenn diese Berufsausbildung monatlich nur 280 € gekostet hätte, sind das für 3 Jahre (insgesamt 36 Monate) ingesamt 10.080,00 €. Vom Ausbildungsunterhalt (Ihrem Zahlbetrag am Ausbildungunterhalt), der dann noch fehlt, ganz zu schweigen. Es war für sie richtig teuer geworden! Und beinahe wäre mein jüngster Sohn ganz einfach nur Hartz-IV-Empfänger geworden. Und natürlich hatte er auch deshalb so schlechte Zeugnisse weil er insbesondere in den letzten Schuljahren regelmäßig die Schule geschwänzt hatte. Ganz besonders wurde an den Tagen die Schule geschwänzt, wenn z. B. eine Klassenarbeit anlag.

    Meine ExEheFrau hatte es nicht anders gewollt. Der Konflikt, der zur Trennung geführt hatte, war ja der, dass unserer älterer Sohn mit rund 13 Jahren angefangen hatte grundsätzlich keine Hausaufgaben zu machen und mir gegenüber erzählt hatte, der Lehrer hätte keine Hausaufgaben aufgegeben. Aber das war für meine damalige Frau nicht wirklich wichtig. Beim jüngeren Sohn hatte ich außerdem klar gemacht, dass hier sie als Mutter sich hauptsächlich um die Erziehung kümmern musste. Ich wollte schließlich nicht einfach alle Verantwortung übernehmen. Als unser jüngerer Sohn dann auch mal ganz einfach seine Hausaufgabe nicht machen wollte, drohte meine ExEheFrau einfach damit, ob er warten wollte bis ich (sein Vater) nach Hause kommen würde. Ich hätte aber gar nichts gemacht, weil klar meiner Frau erklärt hatte, dass sie für die Erziehung des jüngeren Sohnes zuständig ist. Sie hatte sogar eigentlich sogar 3 Kinder haben wollen. Aber natürlich sollte jegliche Verantwortung bei Problemen, auch Erziehungsproblemen der Vater übernehmen, damit sie die nette Mutter bleiben kann.

    Und natürlich war für den Konflikt einige Jahre nach der Wende die damals immer noch auch in Ostberlin vorhandene hohe Massenarbeitslosigkeit ein wichtiger Grund. Das sie als Ehefrau und Diplomingenieurin selbst arbeitslos war, war nicht wirklich wichtig. Ich als Ehemann und Vater war ganz einfach für das Einkommen zuständig. „Ein Ehemann und Vater, der arbeitslos ist, ist natürlich immer selbst daran schuld.“

    Nach mal:

    Wie schon geschrieben, sind viele der heutigen jungen Männer, falls sie denn überhaupt Väter geworden sein sollten, selbst dafür verantwortlich wie es heute ist. Haben sie im Fall der Trennung als minderjährige Söhne einfach einseitig zu ihrer Mutter gehalten, besteht immer die Möglichkeit, falls sie heute – z. B. als junger Vater – von einer Trennung betroffen sind, dass da nur späte Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt. Das gilt sogar für die Arbeitslosigkeit, denn meine ExEheFrau war der Meinung ich wäre einfach nicht mit dem Leben (den Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt) zurecht gekommen. Und das alles obwohl sie selbst über 7 Jahre nach der Wende arbeitslos gewesen war.

    Als ich z. B. nach der Trennung mit meinem damals rund 14 Jahre alten älteren Sohn telefoniert hatte (ich hatte da schon eine Arbeit im öffentlichen Dienst als Bediensteter eines neuen Bundeslandes [nicht Ostberlin]) und darauf hinwies, dass ich mit einigen Kollegen (Hochschulabschluss z. B. als Informatiker) immer noch in Verbindung stehe und die selbst einige Jahre nach ihrer ABM-Zeit trotz bester Hochschulzeugnisse keine Arbeit gefunden haben, meinte mein älterer Sohn einfach, der betreffende Kollege, von dem ich da sprach, wäre möglichweise „nicht teamfähig“ und hätte deshalb immer noch keine Arbeit.

    Man muss also heute genau hinsehen, um welchen Mann/Vater es geht – z. B. ab er längere Zeit bei einer alleinerziehenden aufgewachsen ist, die sich weitgehend unbegründet von ihrem Ehemann, dem Vater der gemeinsamen Kinder, getrennt hat, dann die Kinder, die Söhne z. B., entfremdet und versucht hat, möglichst viel Geld bei der Sache für sich herauszuschlagen, dass natürlich der ExEheMann und Vater der gemeinsamen Kinder bezahlen soll.

    Wie geschreiben: Im Fall des Falles nimmt da möglichweise nur späte Gerechtigkeit ihren Lauf.

    Noch was:

    Möglicherweise ist auch für „kleine Jungs“ die Fürsorge des Kinderschutzbundes oder ähnlicher Organisationen besser geeignet als die des Forums Soziale Inklusion. Kinder, auch wenn Mädchen und Jungen nicht einfach gleich sein können, sind trotzdem nicht in erster Linie Junge und Mädchen sondern in erster Linie minderjährige Kinder, auch wenn Jungs nicht unbedingt mit Puppen und Mädchen nicht unbedingt mit Autos spielen müssen.

    So lange Frauen und Söhne (oder Kinder), die sich an ihrem Ehemannern oder Vätern vergangen haben, ohne das diese Männer bzw. Väter wirklich viel Schuld auf sich geladen haben (z. B. nicht gewaltätig geworden waren ,insbesondere nicht gegen seine Frau, nicht fremd gegangen waren, usw.) geächtet werden können, muss da praktisch über gar nichts mehr geredet oder geschrieben werden.

    Warum ist das so?

    Weil es da möglichweise nur noch um reine Rechthaberei geht, die gar nichts im Sinne der betroffenen Männer und Väter bewirkt.

    Wie hier noch mal nachgewiesen, musste meine Frau weitestgehend selbst bezahlen, erst recht als jeder meiner beiden Söhne volljährig geworden war und ich musste eben eher nicht oder nicht viel bezahlen, auch weil die Trennung zu einer Zeit passierte als meine Kinder, meine Söhne, schon ziemlich nahe an der Vollendung des 18. Lebensjahres dran waren.

    Dann kam noch dazu, dass in der damaligen DDR Frauen natürlich weitestgehend arbeiten gehen mussten oder arbeiten gegangen sind. Das hatte zur Folge, dass sie selbst fast genau so viel wie ihre Ehemänner verdient hatten.

    Sehr gut verdienende Ehemänner mit Haufrau am Herd war in der DDR zwar auch möglich aber nicht unbedingt sehr weit verbreitet.

    Und in der DDR musste die vorherige Ehefrau, die nur Hausfrau war, anschließend, nach einer Scheidung, sich sehr schnell eine Arbeit suchen, weil es eben nicht sehr lange, wenn überhaupt, nachehelichen Unterhalt gab.

    Es gibt jetzt immer noch eine Frauenorganisation ehemaliger in der DDR geschiedener Frauen, die, weil es in der DDR bei Scheidungen keinen Versorgungsausgleich (auch die Frau des DDR-Chefarztes bekam nach einer Scheidung, auch wenn der Chefarzt mit seiner hübschesten Krankenschwester in die Kiste gegangen war) gab, auch wenn sie Hausfrauen waren, in der Wiedervereinigten Bundesrepublick Deutschland unbedingt auf dem Gerichtsweg, bis hin zur UNO, diesen Versorgungsausgelich nachträglich durchsetzen wollten.

    Ich findes es sehr schön, dass ihnen diese Durchsetzung eines nachträglich Versorgungsausgleich bei der Rente als ehemalige in der DDR geschiedenen Ehefrauen (insbesondere als Hausfrauen) nicht gelungen ist, obwohl sie diesen Sachverhalt des Versorgungsausgleiches von geschiedenen Frauen schon zum Menschrecht hochgejubelt hatten, natürlich nur, wenn dieser Versorgungsausgleich an sie, die geschiedene Frau, geht.

    Übrigens:
    Ich habe ich meiner bei der Scheidung – Stichwort: Versorungsausgleich – keine Rentenpunkte an meine ehemalige Ehefrau abgeben müssen, sondern ich habe sogar noch Rentenpunkte von meiner ehemaligen Ehefrau vom Scheidungsgericht in Berlin zugesprochen bekommen!!!! So muss das sein!!!

    So weit für heute.

    Herzlichen Gruß an Alle. Bleibt alle schön gesund und heiter.

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